Schüler Union Baden-Württemberg fordert Online-Direktwahl zum Landesschülerbeirat

„Ein Gremium, das über eine Million baden-württembergischer Schüler vertreten soll, sollte von diesen auch gewählt werden. Im Jahr 2020 muss es möglich sein, eine direkte Wahlmöglichkeit über das Internet für jeden einzelnen Schüler zu schaffen.“, erklärt der Landesvorsitzende der Schüler Union Baden-Württemberg und ehemalige Schülersprecher Adrian Klant, „Leider kann der einfache Schüler derzeit weder selbst seine Stimme abgeben noch kandidieren. Der Bekanntheitsgrad des LSBR in der Schülerschaft lässt dann zu wünschen übrig – und das bei einem Gremium, welches das Vertretungsorgan aller Schüler sein soll.“

 

 

Die Schüler Union Baden-Württemberg fordert eine Online-Direktwahl zum Landesschülerbeirat. Dabei sollen wie bisher auch je zwei Vertreter pro Schulart und Regierungspräsidium in das Gremium entsandt werden, allerdings sollte jeder Schüler über eine Onlinewahl seine Stimme abgeben und auch selbst kandidieren können. Die Landesregierung hat die Wahlbeteiligung unter den Schülersprechern im Jahr 2015 selbst als „zumeist unter 15 Prozent“ bezeichnet (Landtag Baden-Württemberg, Drucksache 15/6319). Dies ist für die nach geltender SMV-Verordnung offizielle Vertretung der rund 1,5 Millionen baden-württembergischen Schüler ein unhaltbarer Zustand. Hinzu kommt, dass oftmals nicht einmal der Schülersprecher an der eigenen Schule direkt, sondern nur durch die Klassensprecher gewählt wird. Zwischen dem einzelnen Schüler und dem LSBR bestehen also schlicht zu viele Verschachtelungen. Eine direkte Wahl durch alle Schüler und auch die Ausdehnung des passiven Wahlrechts würden nicht nur zu einem echten demokratischen Wettstreit um die besten Ideen zwischen den Kandidaten führen, sondern auch den LSBR in seiner schulpolitischen Funktion massiv stärken. Gleichzeitig dürften sich die Verankerung des LSBR und seiner gewählten Mitglieder sowie der Bekanntheitsgrad in der Schülerschaft erhöhen.